Alte Meister

Sammlung Würth

Lucas Cranach d. Ä., Die heilige Barbara, um 1530, 73 x 56,5 cm, Sammlung Würth, Inv. 9325

Mit dem Erwerb eines süddeutschen Gemäldebestandes der ehemals Fürstlich Fürstenbergischen Sammlung Donaueschingen, einer der bedeutendsten und erlesensten privaten Sammlungen spätmittelalterlicher Kunst, erhielt die Sammlung Würth im Jahr 2003 einen neuen Schwerpunkt.

Vertreten sind neben bekannten Meistern der oberrheinischen Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts, darunter Hans Holbein d. Ä., der Meister von Meßkirch, Lucas Cranach d. Ä. und d. J., Bernhard Strigel, Hans Schäufelein, Andreas Haider, Barthel Beham oder der Zürcher Veilchenmeister.

Die Sammlung konnte durch Bildwerke von Lucas Cranach d. Ä. und Peter Gertner oder Skulpturen mit qualitätvollen Beispielen von Daniel Mauch, Tilman Riemenschneider und anderen sinnstiftend ergänzt werden. Höhepunkte der Sammlungshistorie sind der Erwerb der »Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen« von Hans Holbein d. J. 2011, des Falkensteiner Altarretabels des Meisters von Meßkirch 2013 und Hubert Gerhards Madonna mit Kind 2026.

Abgesehen von diesen Einzelwerken mit herausragender kunsthistorischer Relevanz, liegt die Bedeutung der Sammlung Alter Meister in ihrem besonders Ensemblecharakter begründet, da sie aus einer Zeit stammen, aus der auf Grund des in Schwaben besonders radikal durchgeführten Bildersturmes nur äußerst selten Bilddokumente überliefert sind. In der generalsanierten Johanniterkirche, deren Grundstein bereits im 12. Jahrhundert gelegt wurde, haben die Alten Meister auf 350 m² Ausstellungsfläche die ideale Heimat gefunden.